Handy am Steuer

Reisende, die mit dem Auto im Ausland unterwegs sind, müssen sich an die jeweiligen Verkehrsregeln des Gastlandes halten. Das gilt für Geschwindigkeitsgrenzen und den Alkoholkonsum genauso wie für die Handybenutzung während der Fahrt. Grundsätzlich können sich Autofahrer merken, dass das Telefonieren hinter dem Steuer während der Fahrt, mit einer Ausnahme, grundsätzlich verboten ist.

Nur Schweden erlaubt das Handy am Steuer

Das skandinavische Land hat kein generelles Handy-Verbot festgeschrieben. Hier gilt, dass jeder Fahrer selber einschätzen muss, ob er beim mobilen Telefonieren noch auf den Straßenverkehr achten kann. Geschieht jedoch ein Unfall während telefoniert wurde, kann das richtig teuer werden. Mehrere Tausend Euro sind dann fällig und es muss mit einem Strafverfahren gerechnet werden. Die Polizei schreitet auch ein, wenn kein Unfall passiert ist, aber der Verkehr durch Unaufmerksamkeit stark gefährdet wurde.

Generell verboten in Portugal

Die Portugiesen erlauben weder das Telefonieren mit dem Handy am Ohr noch das Telefonieren mit einer Freisprecheinrichtung. Entsprechend hoch ist das Bußgeld, das in Portugal verhängt wird: ab 120 Euro kann die Polizei kassieren. Am teuersten ist das Telefonieren am Steuer in Griechenland und Norwegen. Hier verlangt die Polizei 150 Euro bzw. 165 Euro. Oft hat die Polizei einen Ermessensspielraum, der unterschiedlich genutzt wird.

Die Bußgeldspanne ist breit

Fast alle Länder haben in den letzten Jahren die Bußgelder für’s Telefonieren im Auto erhöht. Am wenigsten zahlt man in osteuropäischen Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Litauen und Lettland - zwischen 7 und 15 Euro. Deutschland liegt mit 40 Euro und 1 Punkt in der Strafsünderkartei in Flensburg im Mittelfeld der Bußgeld-Skala. In den Nachbarländern Deutschlands schwanken die Strafen zwischen 20 und 30 Euro in Frankreich und Österreich, 50 bis 80 Euro sind in Polen, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark fällig. Die teuersten Nachbarländer sind Belgien und die Niederlande. Hier verlangt die Polizei für’s Telefonieren hinter dem Lenkrad 100 bzw. 140 Euro.

Informationen beim ADAC

Der ADAC veröffentlicht jedes Jahr eine Übersicht über die europäischen Bußgelder und gibt Tipps für die einzelnen Länder. So empfiehlt der ADAC im Ausland, grundsätzlich auf das Telefonieren im Auto zu verzichten, da gerade bei unbekannten Strecken eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist.

Überblick über die Bußgelder bei Mißachtung des Handyverbotes in den wichtigsten europäischen Urlaubsländern

Die Billigen - zwischen 15 Euro und 39 Euro:
Bulgarien (15 Euro), Fankreich (22 Euro), Österreich (25 Euro), Tschechien (35 Euro)

Das Mittelfeld - zwischen 40 Euro und 69 Euro:
Slowakai (40 Euro), Großbritannien (44 Euro), Polen (50 Euro), Schweiz (64 Euro), Dänemark (67 Euro)

Die Teuren - zwischen 70 Euro und 99 Euro:
Kroatien (70 Euro), Italien (71 Euro), Luxemburg (74 Euro), Spanien (91 Euro)

Die Teuersten - ab 100 Euro:
Belgien (100 Euro), Ungarn (110 Euro), Portugal (120 Euro), Niederland (140 Euro), Griechenland (150 Euro), Norwegen (165 Euro)

(Angaben laut ADAC vom April 2006, Richtwerte entsprechend der Umrechungskurse)

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