Fitness für den Akku!

Akkus sind aus der modernen Welt nicht mehr fort zu denken. In MP3-Playern, Laptops und Handys verrichten sie täglich mehr oder weniger zuverlässig ihren Dienst. Doch wie funktioniert ein Akku und wie behandelt man ihn richtig, damit er über lange Zeit und viele Aufladeintervalle seine Kapazität behält?

Aufbau eines Akkus

Akkus sind wideraufladbare Energiespeicher, die aus mehreren Zellen bestehen. Jede Zelle weist einen Plus- und einen Minuspol auf, die voneinander isoliert sind, damit es nicht zu einem Kurzschluss kommt. Je nach den verwendeten Materialien spricht man von NiCd-Akkus (Nickel-Cadmium-Akkus), NiMH-Akkus (Nickel und eine wasserstoffspeichernde Metall-Legierung) oder den so genannten Li-Ion-Akkus, bei denen der Pluspol aus Lithium und der Minuspol aus Kohlenstoff bestehen. Ein Elektrolyt sorgt für den entsprechenden Ladungsausgleich zwischen den beiden Polen.

Kapazität auffrischen

Ein Akku, egal welcher Bauart, verliert mit der Zeit an Kapazität. Das ist kein Fehler, sondern liegt in der Natur der Sache. Um die Kapazität wieder auf das gewohnte Maß zu erhöhen, kann man Akkus auffrischen. Dazu sollte man den Akku bei eingeschaltetem Gerät völlig entladen, d.h. das Handy so lange benutzen bis es ausgeht und den Akku danach wieder aufladen. Diese Prozedur sollte man mehrfach wiederholen. Mit jedem Durchgang erhöht sich die Leistungskraft wieder.

Natürlich sind auch die Möglichkeiten einer solchen Auffrischung begrenzt. NiMH-Akkus kann man zwischen 400 und 700 mal wieder aufladen. Bei NiCd-Akkus sind es schon 500-1000 Ladevorgänge. Beide Akku-Typen lassen sich mit demselben Ladegerät aufladen. Li-Ion-Akkus kann man auch bis zu 1000-mal wieder aufladen, allerdings benötigt man hier ein spezielles Ladegerät.

NiCd- und NiMH-Akkus

Für NiCd-Akkus und NiMH-Akkus gilt, dass sie immer komplett entladen werden sollten, bevor man sie wieder auflädt, da der so genannte Memory-Effekt sonst zu einer allmählichen Reduktion der Kapazität des Akkus führt. Was passiert bei diesem Memory-Effekt? Der Akku “erinnert” sich daran, in welchem Maße er benutzt wurde. Wird der Akku vor dem erneuten Aufladen also nicht vollständig entladen, bilden sich auf den Elektroden kleine Kristalle, die verhindern, dass der Akku wieder in vollem Umfang Ladung aufnehmen kann. Lädt man sein Handy also immer wieder auf, bevor das Gerät es signalisiert, verringert sich beständig die Standby- und Betriebszeit des Gerätes. Li-Ion-Akkus hingegen kennen einen solchen Effekt nicht und auch NiMH-Akkus haben einen deutlich verringerten Memory-Effekt.

Selbstentladung

Benutzt man sein Handy längere Zeit nicht, entlädt sich der Akku selbständig. Innerhalb von drei Monaten verlieren Akkus so ca. 80% ihrer Ladung. Verstärkt wird dieser Effekt durch Temperaturen über 30°C. Lagert man sein Gerät also für einen längeren Zeitraum, sollte dies an einem Ort geschehen, wo Temperaturen zwischen 15°C und 30°C vorherrschen. Die Akkus sollten dabei zu Begin komplett geladen sein. Nach spätestens 12 Monaten, sollte man unbenutzte Akkus allerdings wieder aufladen, andernfalls verlieren sie die Fähigkeit, erneut Ladung aufzunehmen.

Fazit

Wer seinen Akku also regelmäßig trainiert, erhöht die Lebensdauer beträchtlich. Mindestens zweimal pro Woche sollte der Akku durch einen langen Einsatz entladen werden und grundsätzlich erst dann nachgeladen werden, wenn das Gerät dies auch anzeigt. Ein Überladen der Akkus, ist Dank moderner Ladegeräte, die automatisch abschalten, wenn die Akkus vollständig geladen sind, kein Thema mehr.

Defekte Akkus gehören schließlich, wie normale Batterien auch, nicht in den Hausmüll, sondern sollten beim Fachhändler oder speziellen Sammelstellen abgegeben werden.

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