Sony Ericsson K800i
Sony vereint in dem Handy K800i seinen guten Namen als Handyhersteller mit dem als renommiertem Digitalkamerahersteller. Der Zusatz Cybershot lässt vermuten, dass die Entwickler dem K800i einige technische Highlights spendiert haben. Ob die Kamera in diesem Handy halten kann was sie verspricht wird sich zeigen und auch in den anderen Bereichen muss sich der Alleskönner beweisen.
Die Kamera
Die Kamera löst Bilder mit beachtlichen 3.2 Megapixeln auf. Damit reicht die Qualität der Fotos für Abzüge bis zum Format von 10×15 Zentimetern. Das Objektiv ist mit einem Blendenwert von F/2,8 extrem Lichtstark und besitz eine Festbrennweite von 35 Millimetern (KB). Überraschend ist die geringe Auslöseverzögerung von nur rund 100 Millisekunden. Der Autofokus reagiert hingegen etwas langsam und dennoch reichen die Werte aus, um die Handy-Kamera mit preiswerten Digicams zu vergleichen.
Neu ist ebenfalls, dass das Sony K800i als erstes Handy über ein vollwertiges Blitzlicht verfügt, dass auch Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen ermöglicht. Die Serienbildfunktion (BestPic) ist ebenfalls neu und erlaubt es, mit dem einmaligen Betätigen des Auslösers bis zu neun Bilder zu schießen. Die Qualität der Bilder (Schärfe und Farbwiedergabe) ist für eine solche Kamera absolut in Ordnung. Kurzum, das K800i verfügt über eine Kamera die zwar nicht über einen optischen Zoom verfügt, aber dennoch für mehr geeignet ist, als bloße Schnappschüsse. Die Filmfunktion hingegen enttäuscht mit einer maximalen Auflösung von nur 176×144 Pixel.
Entertainment und Konnektivität
Sony hat auch in diesem Bereich nicht gegeizt und das Handy mit allem ausgestattet was gemeinhin State of the Art ist. Das Handy verfügt über einen sehr guten integrierten MP3-Player und über ein Radio. Für einen zügigen Datentransfer und blitzschnelle Downloads verfügt das K800i sogar über UMTS.
Für die Synchronisation mit dem PC stehen dem Nutzer eine ganze Reihe von Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bluetooth, Infrarot und USB mit eine maximalen Datenrate von 12MBit/s sorgen für den problemlosen Datenaustausch. Verfügt der heimische PC über Windows XP und Servicepack 2 meldet sich das Handy via USB sogar automatisch an und kann sogar die Aufgabe eines externen UMTS-Modems übernehmen.
Die inneren Werte des K800i
Angesichts der vielfältigen multimedialen Möglichkeiten drängt sich die Frage auf, wie es um den internen Speicher des Handys bestellt ist. Standardmäßig stehen dem Nutzer etwa 70MB zur Verfügung. Eine Speicherkarte legt Sony nicht bei. Die Erweiterung ist jedoch über Memorysticks (M2) möglich. Besitzer eines K750i können ihre bereits erworbenen Karten jedoch nicht verwenden. Man wird also kaum um den Erwerb einer neuen Karte herumkommen, um die Möglichkeiten des Handys nutzen zu können.
Bei der Benutzeroberfläche gibt es hingegen keine Mängel. Die Benutzerführung gibt eingefleischten Nutzern von Sony Handys und Neueinsteigern keine Rätsel auf, jeder wird mit der intuitiven und gut organisierten Menüführung rasch die vielfältigen Möglichkeiten des Handys nutzen können. Dennoch sollte das mitgelieferte Handbuch für weniger erfahrenen Handynutzer ein wenig ausführlicher ausfallen.
Im alltäglichen Gebrauch
Die sonst edle Optik des Triband-Handys wird allein durch die unförmige Kameraabdeckung etwas gestört. Das Handy liegt gut in der Hand und alle Tasten können mit einem sauber definierten Druckpunkt überzeugen. Auch der Joystick verrichtet präzise seinen Dienst.
Das Display ist 240×320 Pixel groß. Dank dieser Abmessungen sind der Kontrast und die Helligkeit sehr gut. Auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist das Display daher gut ablesbar. Der Akku hält trotz des Blitzlichtes überraschend lang. Mit einer maximalen Gesprächsdauer von rund dreieinhalb Stunden liegt er im guten Mittelfeld.
