Philips

Vielseitig und innovativ

Mit langsam ansteigender Wecklautstärke röhrt uns das Philips-Uhrenradio morgens aus dem Schlaf. Während die Dame des Hauses im Philips-Toaster das Weißbrot röstet und mit dem von Philips eigens entwickelten Brühsystem “senseo” den Kaffee und Tee zubereitet, stutzt sich der Mann mit einem Philips-Rasierer den Bart. Danach klingelt auch noch mal der Wecker des Philips-Handys. So vielseitig und innovativ wie die Produktpalette des niederländischen Elektronikunternehmens ist auch dessen Firmenstruktur.

Ständiger Vorreiter

1891 wurde das Unternehmen von Gerard Philips in Eindhoven (Niederlande) gegründet. Glühlampen waren der erste Renner. Danach war Philips ständiger Vorreiter für Erfindungen in den Geschäftsbereichen Elektro-Hausgeräte, Halbleiter, Licht, Medizintechnik und Unterhaltungselektronik. 1939 folgten die ersten Elektrorasierer (Philishave). 1963 pflügte Philips mit der Einführung der sehr erfolgreichen Compact Cassette (CC) den Markt um. 20 Jahre später die nächste Innovation: Philips führt in Kooperation mit Sony das optische Speichermedium Compact Disc (CD) ein.

Global Player

Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Philips ein Global Player ist. 2006 erwirtschafteten gut 160000 Mitarbeiter in über 60 Ländern einen Umsatz von 26,98 Milliarden Euro. Der Gewinn betrug dabei 5,38 Milliarden Euro. Mitverantwortlich für die kräftige Gewinnsteigerung (2005 belief sich der Reingewinn auf 2,87 Milliarden) war der Verkauf von 80,1% der Halbleitersparte im August 2006 an die US-Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co., Silver Lake Partners und AlpInvest.

Auch Handysparte verkauft

Ähnlich erging es der Handysparte. Die hat Philips an die China Electronics Corporation (CEC) verkauft. Dort bleibt Philips aber nicht ganz außen vor, wird Teile seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Konsumenten-Kommunikation (PCC) und PCC-Produktion in die Zusammenarbeit einbringen. CEC bekommt für die kommenden fünf Jahre die Rechte zur exklusiven Lizenzvermarktung der Mobilfunkprodukte unter dem Markennamen Philips und bestimmte Patente übertragen. Negative Begleiterscheinung: Philips wird in Frankreich 1.235 Stellen abbauen.

Handy-Erolge

2004 sorgte Philips auf der GSM World in Cannes für Aufsehen, stellte sechs neue Cameraphones vor, zwei davon mit einer aufsteckbaren Kamera (Philips 355, Philips 535). Auch die Touchscreen-Handys (Philips 550, 755 und 759) mit berührungsempfindlichem Display und Navigations-Stift verzückten das Publikum. Die beiden 700-Modelle verfügen über eine integrierte VGA-Camera, das 550 besitzt optional eine Ansteckkamera. Echt kultig: Das Klapphandy Philips 639 mit OLED-Außendisplay (Organic Light Emitting Display), das im Stand-by-Modus zum Spiegel wird.

Weiter aktiv

Trotz der Abspaltung der Handysparte ist Philips auf dem Gebiet weiterhin aktiv. Philips und der amerikanische Batterie-Hersteller Energizer haben mit dem Xenium NRG das erste Handy vorgestellt, das sich mit handelsüblichen AAA-Batterien aufladen lässt. Das Handy nutzt die Batterie dann über Techtiums “BackuPower”-Technologie. Wenn die Kapazität des zughörigen Lithium-Ionen-Akkus zuneige geht, setzt die AAA-Batterie ein, um diesen wieder aufzuladen. Dann soll man weitere drei Stunden mobil sein. Mit dem Lithium-Ionen-Akku kann man über zehn Stunden telefonieren.

Sense and Simplicity

Unter dem Slogan “Sense and Simplicity” fasst Philips seine Firmenphilosophie zusammen: Technologie soll für den Konsumenten einfacher, auf dessen Bedürfnisse zugeschnitten und zugleich fortschrittlich gemacht werden.

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