Nokia
Unternehmensgeschichte
Nokia ist ein kleiner Ort in der Nähe von Tampere im Süden Finnlands. 1865 wurde dort das gleichnamige Unternehmen gegründet, das zu Beginn Papier herstellte und bald darauf die Produktion von Gummiprodukten, besonders Gummistiefeln und Reifen, aufnahm. 1967 verband sich die Nokia Company mit den Finnish Rubber Works und den Finnish Cable Works. In den achtziger Jahren war Nokia mit der Entwicklung von Minicomputern, Fernsehern und Monitoren befasst. Zeitgleich entwickelte das Unternehmen die ersten Autotelefone Skandinaviens für das 1981 geschaffene, weltweit erste Mobilfunknetz. 1987 gelang der Durchbruch mit dem ersten wirklich “handlichen” Mobiltelefon. Nachdem 1992 Jorma Ollila die Unternehmensführung übernommen hatte, konzentrierte sich Nokia ganz auf die Telekommunikation. Gerade der Short Message Service (SMS) trat von Finnland aus seinen weltweiten Siegeszug an.
Nokia heute
2006 löste Olli-Pekka Kallasvuo Ollila an der Spitze des Unternehmens ab. Der Konzern mit Produktionsstandorten in Deutschland, Finnland und China beschäftigt derzeit über 55.000 Mitarbeiter. Der Zusammenschluss von Nokia und der Siemens-Netzwerksparte steht - durch den Korruptionsskandal bei Siemens verspätet - in naher Zukunft bevor; damit entsteht der drittgrößte Telekommunikationsausrüster weltweit.
Bekannt ist Nokia vor allem für seine Handys, daneben gibt es noch die Geschäftsfelder Multimedia, Enterprise Solutions und Networks, wobei diese vier Bereiche noch horizontal in Customer and Market Operations, Technology Platforms und Brand & Design, Developer support, Research & venturing sowie Business infrastructure gegliedert werden.
Das typische Nokia-Handy
Nokia hat stets Wert darauf gelegt, durch eine einfache Benutzerführung besonders praktisch und kundenfreundlich zu sein. Neben der einfachen Brikett-Form hat Nokia bereits früh mit aufklappbaren Handys (ab 9000i) und mit freieren Formen experimentiert. Trotzdem ist das typische Nokia-Handy bis heute eher klassisch geformt und etspricht etwa dem Modell 6310.
Moderne Funktionen
Die neuesten Modelle von Nokia können fotografieren (mit bis zu 5 Megapixeln – z.B. das N95) und auch filmen. Sie sind in der Lage, UKW-Sender zu empfangen, MP3-Formate stereo abzuspielen (z.B. das N91 mit 8 GB Festplatte), per Wireless Lan – also kabellos und mit Highspeed – im Internet zu surfen, E-Mails zu senden und zu lesen. Außerdem lassen sie sich mit dem Computer synchronisieren (z.B. der 9500er Communicator).
Nseries ist die Baureihe der Multimedia-Handys (z.B. 6680 Imaging Smartphone), die Handys der Eseries machen inzwischen dem Blackberry Konkurrenz (z.b. das E61i).
Design
Neben der schlichten Brikettform und den Klapphandys (teilweise mit zwei Displays) produziert Nokia auch die gerade sehr gefragten aufschiebbaren Modelle (sog. Slider, z.B. E65 mit Quadband, Konferenzschaltung, 2 Megapixel-Kamera und 6 Stunden Akkuleistung). Zudem gibt es Handys, die als vollwertige Spielekonsole eingesetzt werden können und Designmodelle (bei denen auch neue Funktionen getestet werden).
